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Information der Katholischen Kirchengemeinde Welling

 

Generalsanierung am Kirchturm Welling

Liebe Wellinger,

schon seit einigen Wochen schauen wir auf das riesige Gerüst, das unseren Kirchturm vollständig umgibt. Endlich! Mehr als sechs Jahre sind nach dem schweren Sturm vergangen, in dem die Befestigungslasche am acht Meter hohen Turmkreuz abgerissen ist. Sie haben verfolgt, was danach geschah: Wir mussten das Kreuz in einer spektakulären Aktion abnehmen. Dabei haben sich erst die Schäden im Inneren des Turmes gezeigt. Deshalb musste die Turmspitze von innen her zugänglich gemacht werden. So konnten die notwendigen Arbeiten grob abgeschätzt werden. Die Frage aller Fragen aber blieb: Wie kann der Turm in dieser Höhe repariert werden? Zwei Varianten einer „kleinen Lösung“ wurden geprüft und verworfen: Mit zwei Baukränen quasi „von außen operieren“ war zu aufwändig, zu unsicher und schließlich auch zu teuer. Und den Turm einfach absägen, am Boden renovieren und wieder aufsetzen - das hätte nicht funktioniert, weil sich dabei unweigerlich der untere Teil in sich gedreht hätte.

So wurde geplant, was wir nun erleben: die „große Lösung“: Einrüsten, generalsanieren und neu eindecken des Turms.

Den Preis dafür wissen Sie auch: Wir mussten das Pfarrhaus verkaufen, um unseren Anteil an den Kosten finanzieren zu können - und das obwohl das Bistum seinen Zuschuss schon von 60% auf 80% der Kosten erhöht hatte. Damals redeten wir noch von Gesamtkosten von 430.000,- Euro. Im Laufe dieses Jahres wurde klar: es braucht ca. 80.000,- Euro mehr. Davon finanziert das Bistum allerdings „nur“ 60%. Und heute wissen wir: Auch das wird nicht reichen …

Inzwischen sind die Baumaßnahmen angelaufen. Das Gerüst ist im Prinzip vollständig aufgebaut, die alte Dacheindeckung wird entfernt. Schon jetzt zeigen sich weitere Schäden an Stellen, die bislang nicht einsehbar waren. So wurden z.B. bei der letzten Eindeckung des Turms Nägel direkt in den Tuffstein geschlagen. Diese sind inzwischen verrostet und so wurde u.a. durch eindringendes Wasser der Stein so stark eingerissen, dass wir eine große Zahl von Steinen ersetzen müssen. Außerdem hat sich die Schalung unter der Eindeckung als so schlecht erwiesen, dass sie komplett erneuert werden muss. In diesem Gewerk hatten wir schon für den schlimmsten Fall Mehrkosten eingepreist, aber nicht im nun notwendigen Umfang. Für den Austausch der Tuffsteine und der Wiederherstellung der ursprünglichen Basaltdächer an den Ziergiebeln am Turmansatz erwarten wir nun die Kostenschätzung der Fa. Kalenborn.

Ich will ja nicht als Unheilsprophet auftreten - doch würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass bei den noch auszuführenden Gewerken alles im Kostenrahmen bleiben wird… Denn noch stehen etliche Arbeiten aus: die Ertüchtigung der Statik im Turm, die Sanierung der Turmspitze und des Kaiserstils, die Wiederherrichtung von Kreuz und Hahn sowie die Wiedereindeckung des Turmdachs etc. Und vor allem: Es darf keinen vorzeitigen Wintereinbruch geben! Wenn die Arbeiten unterbrochen werden müssen, kommen pro Monat zusätzliche Gerüstkosten im fünfstelligen Bereich auf uns zu. Diese sind nicht eingeplant. Wir mussten dieses Risiko eingehen, denn eine Verschiebung der Maßnahme ins nächste Jahr hätte die Finanzierung der Gesamtmaßnahme nochmals unsicher werden lassen.

Ich will mit einer Bitte und einem Angebot enden:

Unsere Bitte können Sie wahrscheinlich erahnen. Von den bisher geplanten Kosten von max. 510.000 Euro trägt das Bistum Trier 392.000, d.h. für die Pfarrei fallen 118.000 Euro an. Damit schon haben wir ein Problem, denn ein Teil der Abmachung mit dem Bistum, die zu dem hohen Sonderzuschuss führte war (und ist!), dass wir mit einem Teil des Verkaufserlöses des Pfarrhauses unsere Altschulden begleichen. Das müssen wir auch tun, damit wir in Zukunft einen ausgeglichenen Haushalt erreichen können. Nur so kann irgendwann „das Betteln ein Ende haben“… Dazu kommen die noch nicht genau zu beziffernden Mehrkosten (s.o.), von denen wir auch wieder 40% selbst tragen müssen. Und nicht zu vergessen: Wir müssen noch zwischen Kirche und Pfarrhaus einen einfachen Ersatzlagerraum bauen, der all das aufnehmen muss, was bisher noch im Pfarrhaus untergebracht war.

Daher bitte ich Sie - hoffentlich - ein letztes Mal um Ihre großherzige Spende.

Jetzt gilt es, den Turm fertig zu stellen. Mit saniertem Turm und ausgeglichenem Haushalt wären wir für die Zukunft sicher aufgestellt. Das war und ist unser großes Ziel im Pfarrverwaltungsrat. Dazu haben Sie in den vergangenen Jahren bereits sehr viel beigetragen. Nun hoffen wir ein letztes Mal auf Ihre Großzügigkeit!

Unser Spendenkonto:

IBAN: DE23 5706 9361 0300 0003 34          BIC: GENODED1WLG

 

Mit herzlichen Grüßen!

Für den Pfarrverwaltungsrat:

Pastor Jörg Schuh und Werner Nolden

 

 

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